Die 5 häufigsten Barrieren einer Website
… und wie man sie erkennt und behebt.
Eine Webseite barrierefrei zu gestalten bedeutet, viele kleine Bausteine zu optimieren. Nur das Anpassen von Farben reicht nicht aus, auch wenn es ein guter erster Schritt ist. Um Ihre Drupal-Webseite rechtskonform anzupassen, gibt es ein paar Hauptbestandteile, die beachtet werden müssen und das nicht nur bei der erstmaligen Verbesserung, sondern auch in Zukunft bei der Pflege neuer Inhalte.
In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die häufigsten Barrieren, die verbessert werden müssen.
Aber zuerst, warum sollte meine Webseite barrierefrei sein?
Es gibt dafür 3 gute Argumente. Das erste ist eine rechtliche Absicherung. Seit 2025 gibt es den European Accessibility Act, der eine Barrierefreiheit im digitalen Raum vorschreibt. Ob Sie von diesem betroffen sind, erfahren Sie in unserem Beitrag: Muss meine Website barrierefrei sein?
Neben der eventuellen gesetzlichen Vorschrift gibt es aber auch noch weitere Vorteile:
- 94 % der großen E-Commerce-Seiten sind nicht barrierefrei. Sie heben sich also von Ihren Wettbewerbern ab, wenn Ihr Webshop barrierefrei gestaltet ist.
- Verbesserung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Sie werden leichter gefunden und erreichen mehr Menschen durch die SEO-Optimierung im Rahmen der Barrierefreiheitsanpassungen. Inklusion bedeutet eine erhöhte Reichweite, dies erschließt Ihnen neue Nutzer und Kunden und somit einen höheren Umsatz.
- Lower Bounce und Exit Rate durch eine barrierefreie Webseite. Nicht nur Menschen mit einer Behinderung profitieren von der Anpassung. Alle Ihre Webseiten-Besucher profitieren von den optimierten Prozessen, was ebenfalls den Umsatz erhöhen kann.
Kostenlose Checkliste
Unsere kostenlose Checkliste hilft Ihnen, typische Barrieren auf Ihrer Website schnell zu identifizieren – als fundierte Grundlage für weitere Optimierungen.

Die 5 häufigsten Barrieren
1. Alttexte für Bilder und Interaktionselemente
Schlechte oder fehlende Alt-Texte erschweren Screenreader-Nutzer:innen den Zugriff auf Inhalte. Gute Alt-Texte beschreiben Funktion und Inhalt präzise.
Tipps:
Beschreiben Sie informative Bilder kurz und kontextbezogen.
Dekorative Bilder: leerer Alt-Text (
alt=""), damit Screenreader sie überspringen.Bedienelemente: Funktion beschreiben, z. B. „Menü öffnen“, „Suche starten“ statt „Lupe“ oder „Icon.png“.
2. Tastatur-/Keyboard-Navigation
Fehlt eine logische Tab-Reihenfolge oder sichtbare Fokus-Zustände, werden zentrale Funktionen unzugänglich – insbesondere für Menschen, die keine Maus bedienen können oder Screenreader nutzen.
Tipps:
Alle interaktiven Elemente über Tab erreichbar machen.
Fokus deutlich sichtbar darstellen.
Bereiche überspringbar und logisch anordnen.
3. Farbkontraste
Zu geringe Kontraste erschweren Menschen mit Sehbeeinträchtigungen das Lesen und Erkennen von Buttons oder Hinweisen. Gute Kontraste sorgen dafür, dass Informationen unabhängig von Sehstärke, Displayqualität oder Umgebungslicht gut wahrnehmbar sind.
Tipps:
Text und wichtige Bedienelemente immer ausreichend kontrastreich gestalten.
Farbkontraste für Hintergrund und Text prüfen.
WCAG-Richtlinien beachten.
Viele dieser Barrieren stehen in direktem Zusammenhang mit den Anforderungen der WCAG 2.2 sowie dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Wer seine Website barrierefrei machen möchte, sollte daher sowohl technische als auch gestalterische Aspekte systematisch prüfen und priorisieren.
Blogartikel: Muss meine Website barrierefrei sein?
4. Barrierefreie Formulare und Fehlerbehandlung
Barrierefreie Formulare sind entscheidend, damit alle Nutzer Eingaben korrekt verstehen und abschicken können. Häufige Probleme entstehen, wenn Felder nicht klar beschriftet sind, Fehlermeldungen unverständlich sind oder Hinweise wie Pflichtfelder fehlen.
Tipps:
Alle Felder eindeutig labeln.
Pflichtfelder und Fehler klar darstellen.
Feedback sowohl visuell als auch für Screenreader bereitstellen.
Platzhaltertexte alleine genügen nicht.
5. Website-Struktur mit Headlines und Landmarks
Eine klare semantische Struktur verbessert Orientierung und Lesbarkeit für alle Nutzer:innen. Häufige Probleme treten auf, wenn Überschriften-Hierarchien übersprungen werden, falsch verschachtelt oder rein dekorativ eingesetzt werden. Das führt dazu, dass die Seite für Menschen mit assistiven Technologien unübersichtlich wird und wichtige Inhalte schwer oder gar nicht zugänglich sind.
Tipps:
Headlines hierarchisch (H1–H6) einsetzen.
Landmarks (
<header>,<nav>,<main>,<footer>) nutzen.Überschriften nicht dekorativ einsetzen.
Strukturierte Inhalte erleichtern Navigation mit Screenreadern.
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Mit unserer kostenlosen PDF-Checkliste erhalten Sie einen ersten strukturierten Überblick über Handlungsbedarf und Prioritäten. Für alles Weitere stehen wir Ihnen als spezialisierter Partner für digitale Barrierefreiheit zur Seite.

Wie starte ich?
Ein strukturierter Einstieg ist entscheidend. Unsere kostenlose Barrierefreiheits-Checkliste hilft Ihnen dabei, die wichtigsten Schwachstellen Ihrer Website zu identifizieren und zu priorisieren.
In unserem Blogbeitrag Wie wird meine Website barrierefrei? erklären wir Ihnen, wie Sie mit unserem 5-Schritte-Prozesses Ihre Drupal-Webseite barrierefrei gestalten, anpassen und sie auch in Zukunft barrierefrei halten, so dass Sie rechtlich abgesichert sind und neue Nutzer und Kunden gewinnen können.
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